Regie Halina Dyrschka, Deutschland 2019, 93 Min, FSK 0
Die Kunstwelt macht eine sensationelle Entdeckung – nur 100 Jahre zu spät. 1906 malt Hilma af Klint ihr erstes abstraktes Bild, lange vor Kandinsky, Mondrian oder Malewitsch. Insgesamt erschafft sie über 1500 abstrakte Gemälde, die der Nachwelt Jahrzehnte verborgen bleiben. Wie kann es sein, dass eine Frau Anfang des 20. Jahrhunderts die abstrakte Malerei begründet und niemand davon Notiz nimmt? Die cineastische Annäherung an eine Pionierin, deren Werk nicht nur künstlerisch fasziniert, zeigt eine lebenslange Sinnsuche, die das Leben jenseits des Sichtbaren erfassen will. Die außergewöhnliche Gedankenwelt der Hilma af Klint reicht dabei von Biologie und Astronomie über Theosophie bis hin zur Relativitätstheorie und umspannt einen faszinierenden Kosmos aus einzigartigen Bildern und Notizen. „Jenseits des Sichtbaren“ ist ein wichtiges Kapitel in der kürzlich begonnenen, umfassenden Revision der kritischen Geschichtsschreibung, und es nimmt einen passionierten und klugen Kader an Kuratoren, Gelehrten, Wissenschaftlern und Künstlern in Anspruch, um das Argument von af Klints Wichtigkeit zu unterstützen. Quelle:The New York Times
Sa. 15.11. | 20:30 Uhr | Metropol + Gespräch mit Regisseurin Halina Dyrschka (Ankündigung zur Regisseurin stand zum Zeitpunkt der Programmheft-Druckabgabe noch nicht fest)
So. 16.11. | 15:30 Uhr | Kulturkeller
