Die Schwandorfer Dokumentarfilmtage ZWICKL haben sich seit ihrer Erstauflage 2012 zu einem ganz besonderen Kino-Event in der Region entwickelt. Jährlich gastiert das Filmfestival an verschiedenen Orten, die meistens erst zum Kino umfunktioniert werden müssen. Ein großer Aufwand wird betrieben, um diese Orte zu verwandeln: Kino-Technik, Bestuhlung und Festival-Cafe werden mit Unterstützung von zahlreichen ehrenamtlichen Helfern eingerichtet. Am Ende entsteht ein familiäres und vielschichtiges Filmfestival, für das der Besucher nur zwei Euro pro Film bezahlt.
Das Filmprogramm bietet jedes Jahr rund 20 alte und neue Filmproduktionen der Dokumentarfilmbranche. Zu den Gesprächen nach dem Film sind Regisseure und Filmschaffende aus ganz Deutschland geladen. 

„Zwickl“, so nannte man im bayerischen Dialekt früher die Zwei-Mark-Münze. Heute wird der Begriff im saloppen Umgangston zwar eher selten auf die Zwei-Euro-Münze angewandt, kommt jedoch bei den Schwandorfer Dokumentarfilmtagen wieder öfter in Gebrauch. Denn jeder Besucher, egal ob alt oder jung, zahlt pro Film nur zwei Euro, also einen ZWICKL.

Und weil das Festival nicht in der Metropole, sondern in dem oberpfälzischen Schwandorf stattfindet und weil es versucht höchste internationale Qualität zu bieten ohne seine heimischen Wurzeln zu verlieren, heißt es eben ZWICKL, in Anlehnung an die bayerische flotte Art. Der Mundart-Name soll an die gesellige Lebenskultur der Bayern und an ihre Liebe zu Festen erinnern, „wo die Leut` zamkommen“. Denn beim ZWICKL kommen durch den geringen Eintrittspreis und die vielfältige Auswahl internationaler sowie regionaler Filmproduktionen unterschiedlichste Leute an einen Ort und sehen sich denselben Film an, genießen die Gespräche nach dem Film, diskutieren und gehen mit neuen Erkenntnissen und Erfahrungen nach Hause, mit denen sie sich hoffentlich dem Mitmenschen im Anschluss näher fühlen als zuvor.