Um auch außerhalb des beliebten ZWICKL-Dokumentarfilmfestivals in Schwandorf kleine dokumentarische Lichtblicke zu geben, zeigt das ZWICKL gemeinsam mit Betrieben oder anderen Kooperationspartnern in der Region vierteljährlich einzelne Dokumentarfilme an verschiedenen Orten in der Region.

 

Vorpremiere "Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit" mit anschließendem Publikumsgespräch mit Regisseurin Yulia Lokshina

Das Kartoffellager des Brunnerhofs in Richt dient zum Auftakt der ZWICKLlight-Reihe als Kinoraum und wird bestimmt eine ganz besondere Atmosphäre aufkommen lassen. Im Anschluss an den Film „Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit“ ist die Berliner Regisseurin Yulia Lokshina zum Filmgespräch anwesend.

Wann: 30. August 2020
Beginn: 16 Uhr (Einlass ab 15 Uhr)
Ab 14 Uhr hat das Hofcafè mit Kaffee und Kuchen geöffnet, ab 18 Uhr (nach dem Film) bietet der Brunnerhof kleine Brotzeiten an
Wo: Brunnerhof Richt (Adalbert-Brunner-Str. 31, 92421 Schwandorf Richt). Bitte Parken Sie an den ausgewiesenen Parkplätzen am und rund um den Hof
Preis: 7,70 Euro über Okticket.de
https://www.okticket.de/tickets-zwickllight-regeln-am-band-schwandorf-brunnerhof-2020-08-30-e33479?event_id=33479&cookiecheck=true

Veranstalter: Brunnerhof Richt

ACHTUNG! Im Kartoffellager herrschen ca. 19 Grad, damit sich die Kartoffeln wohl fühlen. Damit auch Sie es wohlig haben, denken Sie bitte an ausreichende Kleidung.
Es gelten die aktuellen Hygiene- und Abstandsregelungen. Die Sitzplätze werden vor Ort vom Veranstaltungspersonal zugewiesen. Die Mund-Nasen-Bedeckung muss auf dem Sitzplatz nicht getragen werden.

Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit

Land/Jahr:Deutschland / 2020
Drehorte:Deutschland
Laufzeit:92 Min.
Vorführformat: BluRay
Sprachen:Deutsch, Rumänisch, Polnisch, Russisch
Sprachfassung:deutsche UTs
FSK: wird beantragt:FSK 12
Kinostart: 22.10.2020

In der westdeutschen Provinz kämpfen osteuropäische LeiharbeiterInnen des größten Schweineschlachtbetriebs des Landes ums Überleben – und AktivistInnen, die sich für deren Rechte einsetzen, mit den Behörden. Zur gleichen Zeit proben Münchener Gymnasiast.Innen das Stück „Die Heilige Johanna der Schlachthöfe“ und reflektieren über die deutschen Wirtschaftsstrukturen und ihr Verhältnis dazu.
Verwoben mit den Gedankengängen der Jugendlichen und ihrer Auseinandersetzung mit dem Text in den Proben erzählt der Film in unterschiedlichen Fragmenten über Bedingungen und Facetten von Leiharbeit und Arbeitsmigration in Deutschland.

Der Film gewann 2020 den Max-Ophüls-Preis in der Kategorie Bester Dokumentarfilm
Die Begründung der Jury
Feinfühlig, vom ersten Moment an fesselnd und vielschichtig öffnet der Film den Blick für ein großes Problem unserer Gesellschaft. Dabei lenkt er in einer dramaturgisch sich verdichtenden Erzählung unsere Aufmerksamkeit behutsam auf das, was niemand sehen will: Die beklagenswerte Zeitlosigkeit des kapitalistischen Ausbeutungssystems manifestiert sich auch mitten in unserer Gesellschaft. Ohne zu predigen setzt der Film auf Beobachtung, Empathie und intellektuelle Durchdringung der Thematik. Durch seine filmische Versuchsanordnung gelingt der Regisseurin ein ganz eigener Zugang, der das Publikum aufgewühlt zurücklässt. Der Preis der Dokumentarfilm-Jury für den besten Dokumentarfilm geht an „Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit“ von Yulia Lokshina.