In Zusammenarbeit mit dem Schulamt des Landkreises Schwandorf und Dok.education/Dok.fest München bietet das ZWICKL dieses Jahr mehrere Filmvermittlungsangebote "Schule des Sehens" an. Schülerinnen und Schüler sehen sich altersgerechte, kurze Dokumentarfilme auf unserem Festival an und bearbeiten im Nachhinein in Gruppenarbeiten filmspezifische Fragen und präsentieren diese vor der Schulklasse. Kinder und Jugendliche lernen dabei, Filmsprache zu entschlüsseln und werden spielerisch zur kritischen und selbstbewussten Mediennutzung motiviert.
Durch Unterstützung des Startchancen-Programms der Bundesregierung können die Kosten gedeckt werden und mehrere Grund- und Mittelschulen aus Schwandorf daran teilnehmen.
EXTRAORDINARY MONA (Foto oben)
für 12- bis 16-Jährige
Sarah Van Dale, Belgien 2023, 16 Min.
Mona und ihr Bruder Achille teilen nicht nur ihre Liebe für Tigerbrot. Durch ihren Autismus nehmen sie ihre Umgebung außergewöhnlich wahr. Für die 14-jährige Mona ist die sogenannte Spektrum-Störung jedoch eher eine Superkraft. Als Mona von der Förderschule auf die Regelschule wechselt, beginnt in ihrem Kopf die Achterbahnfahrt. Wird sie neue Freund*innen finden, die sie verstehen? Wie soll sie sich in der neuen Klasse vorstellen? Wie kann sie beschreiben, dass sie Superkräfte hat?
Die Regisseurin Sarah Van Dale zeigt Monas Welt in einem hybriden Dokumentarfilm. Mit seinen beobachtenden und auch inszenierten Stilmitteln bietet der Kurzfilm reichlich Möglichkeit, die Regie Entscheidungen hinter der filmischen Erzählung altersgerecht zu analysieren.
MARIAN UND DIE WALDRAPPE (Foto unten)
für 7- bis 12-Jährige
Bernadette Hauke, Italien, Österreich, Deutschland 2019, 25 Min.
Marian ist ein absoluter Vogel-Fan. Die Blaumeise, den Stieglitz und sogar den Waldrapp erkennt der 12-Jährige am Gefieder und Gesang. Zuhause zieht er selbst Wellensittiche und Wachteln groß und auch seine Familie teilt die Leidenschaft für Natur. Als Marian eines Tages einen Waldrapp sichtet, beginnt für ihn die spannende Spurensuche nach dem seltenen Wildvogel. Denn mit seinem besonderen Fund hat Marian zwei Forscherinnen eines Vogelaufzucht-Projektes auf sich aufmerksam gemacht.
Die Regisseurin Bernadette Hauke gibt uns Einblick in das besondere Erlebnis eines jungen Ornithologen. Durch Marians Erzählungen und Begegnungen erfahren wir allerhand Wissenswertes über Vögel. Gleichzeitig bietet der Film reichlich Gelegenheit, um filmsprachliche Gestaltungsmittel wie Interviewführung, Dramaturgie und den Einsatz von Filmmusik altersgerecht zu analysieren. Wer mit Leichtigkeit den Horizont in den Bereichen Artenschutz und Medienkompetenz erweitern will, ist hier richtig.